Elektronische Lohnsteuerbescheinigung: Unterschied zwischen den Versionen

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Jeder Arbeitsschritt in der → [[Elektronische Lohnsteuerbescheinigung#Allgemeines|Maske]] kann an einem anderem Arbeitsplatz im Netz aufgerufen werden. Daten werden jedoch teilweise lokal auf der Festplatte des Rechners gespeichert, von dem aus der Arbeitsschritt aufgerufen wurde und sind nicht in jedem Fall verschlüsselt. Hier muss die Kanzlei eigene Schutzmaßnahmen ergreifen bzw. durch ihren Systembetreuer durchführen lassen.
 
Jeder Arbeitsschritt in der → [[Elektronische Lohnsteuerbescheinigung#Allgemeines|Maske]] kann an einem anderem Arbeitsplatz im Netz aufgerufen werden. Daten werden jedoch teilweise lokal auf der Festplatte des Rechners gespeichert, von dem aus der Arbeitsschritt aufgerufen wurde und sind nicht in jedem Fall verschlüsselt. Hier muss die Kanzlei eigene Schutzmaßnahmen ergreifen bzw. durch ihren Systembetreuer durchführen lassen.
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'''Prüfen der Daten'''
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Es wird die 13stellige Steuernummer der Kanzlei im Elster-Format geprüft, die erforderlichenfalls automatisch gewandelt wird.
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Nachname und Vorname des Mitarbeiters sowie entweder seine Sozialversicherungsnummer oder sein Geburtsdatum werden für die Bildung der eTIN (electronic Taxpayer Identification Number) benötigt. Die eTin wird bei der ersten Übermittlung im Kalenderjahr gebildet und gespeichert und bleibt auch bei Namensänderung innerhalb des Kalenderjahres gleich, da nur so Korrekturmeldungen möglich sind. Bei der Neuanlage der Daten im Folgejahr wird die eTIN gelöscht, so dass Namensänderungen dann wirksam werden.
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Die Postleitzahl unter den Adressdaten des Mitarbeiters wird für die Ermittlung des Bundeslandes verwendet.
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Die Vollständigkeit der benötigten Daten für den Arbeitgeber und die ausgewählten Mitarbeiter werden geprüft, bei bestimmten Daten erfolgen weitere Prüfungen. Alle festgestellten Fehler werden im Gehaltsverzeichnis des Datenpools unter lstprot.txt gespeichert. Dieses Protokoll wird nach Abschluss der Prüfung angezeigt. Nur wenn keine Fehler festgestellt wurden, können die Daten gesendet werden.
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'''Senden der Daten'''
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Daten für unterschiedliche Jahre können nicht gleichzeitig, sondern nur hintereinander verarbeitet werden. Daten für ein Jahr werden erst gesendet, wenn für andere Jahre die Daten abgeholt und gedruckt wurden.
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Für diesen Vorgang ist eine Internet-Verbindung erforderlich, die das Programm selbst aufbaut. Der Port 80 muss frei sein.
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Beim ersten Aufruf werden Schlüssel gebildet, mit denen die Übermittlung verschlüsselt wird. Das Erstellen der Schlüssel erfolgt nur, wenn keine vorhanden sind.
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Dieser Vorgang kann mehrere Minuten dauern, er sollte nicht abgebrochen werden!
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Es werden dann die Daten erstellt und an die Clearingstelle der Finanzverwaltung gesandt. Das Senden erfolgt an das Bundesland, das ausgehend von der Postleitzahl des aktuellen Wohnortes und des dazu gehörigen AGS ermittelt wird; kann das Bundesland anhand dieser Daten nicht ermittelt werden, wird es abgefragt. Das Versenden erfolgt immer an alle Bundesländer in einer Sendung (nur intern getrennt).
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Dieser Vorgang kann mehrere Minuten dauern, er sollte nicht abgebrochen werden!
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Nach einiger Zeit (bis zu mehreren Minuten) wird eine Eingangsbestätigung empfangen, erst dann darf die Funktion beendet werden.
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Die gesendeten Daten werden am lokalen Rechner, von dem aus der Versand erfolgte, unverschlüsselt gespeichert.
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'''Protokoll abfordern'''
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Da die gesendeten Daten in der nächsten Nacht verarbeitet werden, ist die Abholung des Protokolls erst am nächsten Tag (bis fünf Tage nach dem Sendetag) möglich.
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Dieser Vorgang kann mehrere Minuten dauern, er sollte nicht abgebrochen werden!
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Das Protokoll enthält Informationen über die Prüfung der gesendeten Daten. Die Prüfung der Daten erfolgt bundeslandbezogen. Sobald bei nur einem Mitarbeiter in einem Bundesland Fehler festgestellt wurden, werden auch alle anderen fehlerfreien Mitarbeiter dieses Bundeslandes von der weiteren Verarbeitung ausgeschlossen.
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Folgende Meldungen sind möglich:
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*Datenlieferung ok: Die Daten aller Bundesländer sind fehlerfrei.
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*Es sind Fehler aufgetreten - die Nutzdatenblöcke konnten nur teilweise verarbeitet werden: Einzelne Bundesländer sind fehlerfrei, einzelne Bundesländer sind fehlerhaft.
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*Datenlieferung konnte gar nicht verarbeitet werden - alle Nutzdatenblöcke fehlerhaft: Die Daten aller Bundesländer sind fehlerhaft.<br>
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Für die Mitarbeiter fehlerfreier Bundesländer ist dann der Ausdruck der Bescheinigungen möglich.
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Für die in der Meldung genannten Mitarbeiter erfolgte keine Verarbeitung, somit ist auch kein Druck der Bescheinigung möglich. Die Meldung wird im Gehaltsverzeichnis des Datenpools unter fehlprot.dat gespeichert.
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Das empfangene Protokoll enthält Informationen, bei welchen Mitarbeitern Fehler festgestellt wurden, und eine Beschreibung der aufgetretenen Fehler. Dieses Protokoll wird am Arbeitsplatz, an dem das Protokoll abgerufen wurde, unter ra\winexe\elster\proto\[ggf. Pool-Kürzel\]elsterda1.dat gespeichert.
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'''Bescheinigung drucken'''
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Es wird eine Bescheinigung über die gesendeten Daten nach amtlich vorgeschriebenem Muster im Format A4 gedruckt; Angaben, für die das amtliche Formular nicht ausreicht, werden in einer Anlage gedruckt. Der Druck erfolgt sortiert nach Bundesländern und Mitarbeiternummer.
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Ein zweites Exemplar für die Unterlagen der Lohnbuchhaltung ist nach unserer Kenntnis nicht vorgeschrieben, aber sinnvoll.
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Nach dem Aufruf des Drucks erfolgt eine Abfrage, ob der Druck einwandfrei erfolgt ist. Diese Abfrage sollte erst nach einer Prüfung bejaht werden, da danach ein weiterer Ausdruck nicht mehr möglich ist. Die Abfrage muss verneint werden, wenn ein weiterer Ausdruck erfolgen soll.
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Die Bescheinigung ist dem jeweiligen Mitarbeiter zu übergeben.
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'''Problembewältigung'''
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Die erneute Erzeugung von Schlüsseln ist nur sinnvoll, wenn Fehlermeldungen darauf hindeuten, dass es mit den bereits vorhandenen Schlüsseln Probleme gibt. Vor dem Aufruf des Sendens kann über Neue Schlüssel generieren im Textmenü ein neues Schlüsselpaar erzeugt werden. Nach dem Senden ist dies nicht mehr möglich, da der Schlüssel für das Anfordern und Entschlüsseln des Protokoll benötigt wird.
  
 
==Funktionen in der Toolbar==
 
==Funktionen in der Toolbar==

Version vom 24. Mai 2017, 16:13 Uhr

Hauptseite > FIBU > Lohn/Gehalt > Elektronische Lohnsteuerkarte > Elektronische Lohnsteuerbescheinigung

Elektronische Lohnsteuerbescheinigung


Kategorie: FIBU
Support-Hotline: 030 43598 888
Support-Internetseite: https://www.ra-micro.de/support/

Allgemeines

Elektronische Lohnsteuerbescheinigung.gif

Hier kann in mehreren Schritten eine elektronische Lohnsteuerbescheinigung erstellt werden.

Beschreibung des Ablaufs der elektronischen Lohnsteuerbescheinigung:

Vorbereitungen

Mit der RA-MICRO Sicherheitsinspektion, die der RA-MICRO Vor-Ort-Partner kostenpflichtig durchführt, ist die sichere Nutzung des Internets für jede Kanzlei möglich.

Wenn der Zugang ins Internet über einen Proxyserver erfolgt, sind unter Kanzlei, Einstellungen, Allgemein, Proxyserver entsprechende Eingaben zu machen.

Das Einzelrecht Elektronische Steuererklärung bei Lohn/Gehalt in Kanzlei, Benutzerverwaltung, Rechteverwaltung ist auch für den Aufruf dieser Programmfunktion erforderlich.

Zur Adressnummer des Arbeitgebers, die in den Allgemeinen Grunddaten geschlüsselt ist, muss in den Adressdaten Name, Straße, Postleitzahl und Ort erfasst sein. In den Allgemeinen Grunddaten muss die Steuernummer der Kanzlei geschlüsselt sein; wenn sie nicht 13stellig im Elster-Format eingegeben wird, kann sie automatisch gewandelt werden, wenn die Finanzamtsnummer erfasst ist.

Zur Adressnummer jedes ausgewählten Mitarbeiters, die in den Mitarbeiterdaten geschlüsselt ist, müssen in den Adressdaten Nachname, Vorname, Straße, Postleitzahl und Ort erfasst sein. Außerdem muss entweder unter den Mitarbeiterdaten die Sozialversicherungsnummer geschlüsselt sein oder in den Adressdaten das Geburtsdatum. Der AGS (Amtliche Gemeindeschlüssel) laut Steuerkarte muss unter den Mitarbeiterdaten erfasst sein; liegt keine Steuerkarte vor bzw. bei ausländischem Wohnsitz ist 00000000 einzugeben.

Allgemein

Jeder Arbeitsschritt in der → Maske kann an einem anderem Arbeitsplatz im Netz aufgerufen werden. Daten werden jedoch teilweise lokal auf der Festplatte des Rechners gespeichert, von dem aus der Arbeitsschritt aufgerufen wurde und sind nicht in jedem Fall verschlüsselt. Hier muss die Kanzlei eigene Schutzmaßnahmen ergreifen bzw. durch ihren Systembetreuer durchführen lassen.

Prüfen der Daten

Es wird die 13stellige Steuernummer der Kanzlei im Elster-Format geprüft, die erforderlichenfalls automatisch gewandelt wird.

Nachname und Vorname des Mitarbeiters sowie entweder seine Sozialversicherungsnummer oder sein Geburtsdatum werden für die Bildung der eTIN (electronic Taxpayer Identification Number) benötigt. Die eTin wird bei der ersten Übermittlung im Kalenderjahr gebildet und gespeichert und bleibt auch bei Namensänderung innerhalb des Kalenderjahres gleich, da nur so Korrekturmeldungen möglich sind. Bei der Neuanlage der Daten im Folgejahr wird die eTIN gelöscht, so dass Namensänderungen dann wirksam werden.

Die Postleitzahl unter den Adressdaten des Mitarbeiters wird für die Ermittlung des Bundeslandes verwendet.

Die Vollständigkeit der benötigten Daten für den Arbeitgeber und die ausgewählten Mitarbeiter werden geprüft, bei bestimmten Daten erfolgen weitere Prüfungen. Alle festgestellten Fehler werden im Gehaltsverzeichnis des Datenpools unter lstprot.txt gespeichert. Dieses Protokoll wird nach Abschluss der Prüfung angezeigt. Nur wenn keine Fehler festgestellt wurden, können die Daten gesendet werden.

Senden der Daten

Daten für unterschiedliche Jahre können nicht gleichzeitig, sondern nur hintereinander verarbeitet werden. Daten für ein Jahr werden erst gesendet, wenn für andere Jahre die Daten abgeholt und gedruckt wurden.

Für diesen Vorgang ist eine Internet-Verbindung erforderlich, die das Programm selbst aufbaut. Der Port 80 muss frei sein.

Beim ersten Aufruf werden Schlüssel gebildet, mit denen die Übermittlung verschlüsselt wird. Das Erstellen der Schlüssel erfolgt nur, wenn keine vorhanden sind.

Dieser Vorgang kann mehrere Minuten dauern, er sollte nicht abgebrochen werden!

Es werden dann die Daten erstellt und an die Clearingstelle der Finanzverwaltung gesandt. Das Senden erfolgt an das Bundesland, das ausgehend von der Postleitzahl des aktuellen Wohnortes und des dazu gehörigen AGS ermittelt wird; kann das Bundesland anhand dieser Daten nicht ermittelt werden, wird es abgefragt. Das Versenden erfolgt immer an alle Bundesländer in einer Sendung (nur intern getrennt).

Dieser Vorgang kann mehrere Minuten dauern, er sollte nicht abgebrochen werden!

Nach einiger Zeit (bis zu mehreren Minuten) wird eine Eingangsbestätigung empfangen, erst dann darf die Funktion beendet werden.

Die gesendeten Daten werden am lokalen Rechner, von dem aus der Versand erfolgte, unverschlüsselt gespeichert.

Protokoll abfordern

Da die gesendeten Daten in der nächsten Nacht verarbeitet werden, ist die Abholung des Protokolls erst am nächsten Tag (bis fünf Tage nach dem Sendetag) möglich.

Dieser Vorgang kann mehrere Minuten dauern, er sollte nicht abgebrochen werden!

Das Protokoll enthält Informationen über die Prüfung der gesendeten Daten. Die Prüfung der Daten erfolgt bundeslandbezogen. Sobald bei nur einem Mitarbeiter in einem Bundesland Fehler festgestellt wurden, werden auch alle anderen fehlerfreien Mitarbeiter dieses Bundeslandes von der weiteren Verarbeitung ausgeschlossen.

Folgende Meldungen sind möglich:

  • Datenlieferung ok: Die Daten aller Bundesländer sind fehlerfrei.
  • Es sind Fehler aufgetreten - die Nutzdatenblöcke konnten nur teilweise verarbeitet werden: Einzelne Bundesländer sind fehlerfrei, einzelne Bundesländer sind fehlerhaft.
  • Datenlieferung konnte gar nicht verarbeitet werden - alle Nutzdatenblöcke fehlerhaft: Die Daten aller Bundesländer sind fehlerhaft.

Für die Mitarbeiter fehlerfreier Bundesländer ist dann der Ausdruck der Bescheinigungen möglich.

Für die in der Meldung genannten Mitarbeiter erfolgte keine Verarbeitung, somit ist auch kein Druck der Bescheinigung möglich. Die Meldung wird im Gehaltsverzeichnis des Datenpools unter fehlprot.dat gespeichert.

Das empfangene Protokoll enthält Informationen, bei welchen Mitarbeitern Fehler festgestellt wurden, und eine Beschreibung der aufgetretenen Fehler. Dieses Protokoll wird am Arbeitsplatz, an dem das Protokoll abgerufen wurde, unter ra\winexe\elster\proto\[ggf. Pool-Kürzel\]elsterda1.dat gespeichert.

Bescheinigung drucken

Es wird eine Bescheinigung über die gesendeten Daten nach amtlich vorgeschriebenem Muster im Format A4 gedruckt; Angaben, für die das amtliche Formular nicht ausreicht, werden in einer Anlage gedruckt. Der Druck erfolgt sortiert nach Bundesländern und Mitarbeiternummer.

Ein zweites Exemplar für die Unterlagen der Lohnbuchhaltung ist nach unserer Kenntnis nicht vorgeschrieben, aber sinnvoll.

Nach dem Aufruf des Drucks erfolgt eine Abfrage, ob der Druck einwandfrei erfolgt ist. Diese Abfrage sollte erst nach einer Prüfung bejaht werden, da danach ein weiterer Ausdruck nicht mehr möglich ist. Die Abfrage muss verneint werden, wenn ein weiterer Ausdruck erfolgen soll.

Die Bescheinigung ist dem jeweiligen Mitarbeiter zu übergeben.

Problembewältigung

Die erneute Erzeugung von Schlüsseln ist nur sinnvoll, wenn Fehlermeldungen darauf hindeuten, dass es mit den bereits vorhandenen Schlüsseln Probleme gibt. Vor dem Aufruf des Sendens kann über Neue Schlüssel generieren im Textmenü ein neues Schlüsselpaar erzeugt werden. Nach dem Senden ist dies nicht mehr möglich, da der Schlüssel für das Anfordern und Entschlüsseln des Protokoll benötigt wird.

Funktionen in der Toolbar

Funktionen im Bearbeitungsbereich

Funktionen in der Abschlussleiste

Weitere Funktionen und Erklärungen